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Bevor die ersten Entdecker Mauritius betraten, war die Insel grösstenteils von einem tropischen Urwald mit einer üppigen Vegetation überzogen. An den Stränden sonnten sich Riesenschildkröten und in den Lagunen tummelten Seekühe. Aus den Edelholzwäldern drangen die Laute einer Vielzahl unterschiedlichster Vogelarten. Da diese Tiere keine natürlichen Feinde hatten, kannten sie auch keinerlei Scheu vor den ersten Seefahrern, die diese friedliche Insel für sich in Anspruch nahmen.

Der Dodo, ein grosser fluguntauglicher Vogel, war so zutraulich, dass er besonders leicht gefangen werden konnte, und damit zu einem wohlschmeckenden Bestandteil auf dem Speiseplan der ersten Siedler wurde. Mit der ersten Besiedelung begann auch die Zerstörung dieses bis dahin intakten Ökosystems.

 

 


  Die Jahrhunderte alten Urwaldriesen, Teak, Mahagoni und Ebenholzböume wurden geschlägert, das Holz für den Schiffsbau und den Bau von exklusiven Möbeln nach Europa exportiert. Durch die Zerstörung der ursprünglichen Fauna wurden auch viele Vogelarten, Reptilien und Insekten ausgerottet. Dodos und Riesenschildkröten wurden erbarmungslos gejagt, verspeist oder als lebender Proviant verkauft und an Bord der Segelschiffe geladen, welche auf dem Weg nach Indien die Insel ansteuerten.  

Nach dem die natürlichen Fleischvorkommen der Insel zu Ende gingen und der letzte Dodo getötet war, wurden Rinder, Ziegen, Schweine und Hirsche importiert. Aus Indien , Indonesien, Madagaskar und dem afrikanischen Kontinent wurden Nutzhölzer und Zierpflanzen eingeführt. Allem voran das Zuckerrohr, welches trotz seiner mehrer Meter hohen Halme, sehr flexibel den tropischen Wirbelstürmen trotzt und heute noch einen Grossteil der Insel bedeckt. Überreste der ursprünglichen Vegetation mit Ebenholzbäumen finden sich noch in den südwestlichen Bergregionen, im Nationalpark Gorges de la Riviere Noire.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 19. Februar 2010 )
 

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